"Wörter" oder "Worte", was ist der Unterschied?

halb_fortgeschritten

#1

Es ist eine etwas schwierige Frage auch für viele Deutsche: Was ist denn nun eigentlich der Unterschied zwischen “Wörtern” und “Worten”? Viele achten gar nicht darauf, aber es gibt Unterschiede!

Um es einfach zu erklären: “Wörter” sind einfach nur zusammenhängende Buchstaben. Der Satz, den ich gerade geschrieben habe, hat also 11 Wörter. Ob “um” oder “es” oder “einfach” usw. - es sind alles Wörter.

Bei “Worten” geht es nicht nur um Wörter, sondern es geht auch um Bedeutungen. Ein “Wort” kann im Deutschen mehrere Wörter umfassen: “Ein Mann, ein Wort!” Natürlich heutzutage auch für Frauen gültig.

Worte sind also Wörter oder Sätze mit Bedeutung. Worte von Goethe usw. Oder Luthers Wörter von 1521 in Woms: “Hier stehe ich. Ich kann nicht anders”. Das war nämlich “ein Wort”. Ein Wort mit 7 Wörtern, selbst wenn es eine Legende war.

Es ist vielleicht etwas schwer zu verstehen. Aber es ist der Hintergrund, warum “Wörter” und “Worte” im Deutschen eine andere Bedeutung haben.


#2

Hier nochmal zusammengefasst:

Für das Wort “Wort” gibt es im Deutschen zwei Pluralformen: Worte und Wörter.

allgemein = Worte, konkret/ genau = Wörter

Beispiele:
Theo war ein recht stiller Typ. Er machte nie viele Worte.

Tom geht mir auf die Nerven, seit er diesen neuen Job hat, benutzt er nur noch Fremdwörter.


#3

Das habt ihr schön erkärt, @Nicolas & @Andrea1. Danke!


#4

Graag gedaan, @alex.


#6

Een gute Idee, Andrea.

Wie durft? – Wer traut sich?


#7

Hallo Alex,
ich bin Mitglied einer Selbsthilfegruppe für Hörbehinderte (CI-Verband Baden-Württemberg). Ich bin im Rahmen meiner Tätigkeit für diese Gruppe auf ein schönes Gedicht gestoßen:

Trommeln, Pauken, Puff und Knall:
Lauter Wörter für den Schall!

Veel plezier met de vertaling ! (Hervorhebung von mir).
Dirk


#8

Das ist eine schöne Sammlung Dirk!

Wenn du nicht selbst der Urheber bist, muss ich dich leider bitten, den Text auf “Zitatlänge” zu kürzen und – wenn möglich – einen Link zur Originalversion zu posten. Sonst bekommen wir Ärger mit dem deutschen Urheberrecht :worried:


#9

Hallo Alex,
da hast du natürlich recht. Ich weiß leider nicht mehr von wem das Gedicht stammt. Eine Bekannte hat es aus dem Internet mit einer Suchmaschine hearusgesucht. Ich kannte nur die Schlußzeile.
“veel plezier met de vertaling” ist natürlich ironisch gemeint.
Das Gedicht verdeutlicht, daß hier einzelne Wörter gemeint sind, wärend die Worte des Vorsitzenden Mao oder von wem auch sonst immer ganze Sätze bilden können.
Ich habe mit den meisten deutschen Wörtern keine Ausspracheschwierigkeiten, jedoch wohl z.B. mit dem Wort “bisschen”. Ich spreche es wohl so aus wie die Rheinländer es aussprechen.

Schönen Tag noch !

Dirk


#10

Hoi Dirk, ich weiß nicht, ob das hier eventuell die Originalquelle ist?

https://bfriends.brigitte.de/foren/schreiberling-forum/70827-schall-begriffe.html


#11

Hallo Alex,
genau, daß ist die Quelle. Ich habe das Gedicht in einem Buch gelesen, das leider nicht mehr in meinem Besitz ist. Een nederlandstalig pocketboekje (!).
Een ander onderwerp: ken je de comics van Maarten Toonder (Tom Poes) en en Willy Vandersteen (Suske en Wiske) ? Voor mij hoort dat bij Nederland, net zo als Bami en Nasi Goreng en Calvé Pindakaas met stukjes.
Over Nijmegen heb ik okk nog veel te vertellen. De volgende keer meer.

Dirk (vroeger in Nederland: Dick)


#12

Hallo Dirk,

Van je stripboekenvraag heb ik even een apart thema gemaakt: Niederländischsprachige Comics: Tom Poes und Suske en Wiske

(gaan gaan dingen zo door elkaar lopen)