Tipps für Tag in Amsterdam?


#1

Jetzt bin ich schon gut 2 Jahre in Holland, aber war noch kaum in Amsterdam. Klar beinah wöchentlich auf dem Flughafen oder mal auf dem Amt oder so, aber noch nicht als “Tourist”.

Ich würde mich freuen, wenn ihr Ideen habt, wenn ich kommenden Dienstag einen schönen Tag in Amsterdam plane.

Einen Tipp hab’ ich selbst schon (für andere) für Amsterdam. “Lekker uit eten” in Loetje aan ‘t IJ Am besten vom Hauptbahnhof mit der kostenlosen Fähre (ca. 15 oder 20 Minuten) fahren und dann noch 5 Minuten zum Loetje laufen. Dort hat man einen schönen Blick auf den Fluß und ein wirklich nett gemachtes Restaurant mit sehr leckerem Fleisch (Osssennhaas).

Ach ja, hat jemand einen praktischen Tipp ob / wo man in Amsterdam noch günstig oder unbezahlt parken kann, um den ganzen Tag da zu bleiben?

Groetjes,
Peter


Lieblingsorte: Wat is je favoriete stad (of plaats) in Nederland?
#2

Falls es auch außerhalb der Innenstadt sein kann, dann kann ich einen Rundgang durch den noch sehr jungen Stadtteil IJburg mit seiner modernen Architektur empfehlen.

Parken in Amsterdam ist eine schwierige Sache, denn nirgendwo in den Niederlanden ist es wohl so teuer wie dort. Wenn man wirklich nur ins Zentrum will, ist der P+R Zeeburg sehr günstig, allerdings nur in Verbindung mit einem Nahverkehrsticket, dass nur für die Fahrt ins Zentrum und zurück genutzt werden darf. Auch scheint dieser Parkplatz schnell belegt zu sein.

Eine günstige Alternative ist noch der (unbewachte) Parkplatz an der NDSM-Werf, von wo aus man mit der kostenlosen Fähre zum Hauptbahnhof fahren kann. Kostenlos kann man anscheinend nur in den etwas außerhalb des Zentrums gelegenen Wohngebieten parken.


#3

Hallo Peter,

kennst du den Nach-Holland-Blog von Simone? Das ist auch gut zu lesen und Simone gibt auch super Tipps.

Liebe Grüße
Andrea


Hallo, ik ben Judith
Insider-Tipps für meinen Amsterdam-Besuch
#4

Vielen Dank Johannes und Andrea :slight_smile:

Ein klein wenig war ich übrigens schon touristisch in Amsterdam unterwegs gewesen, aber das hatte mir bisher nicht so gefallen. Aber mal richtig einen Tag in Amsterdam als “Touri” war ich noch nicht. Das Parken in Amsterdam ist wohl noch mehr eingeschränkt und es gibt kaum noch Flecken an denen man unbezahlt parken kann. Wir haben dann an der NDSM-Werf geparkt, aber das kostet mittlererweile auch – war aber noch im Rahmen.

Von Andreas Tipps hat mir besonders die Idee mit den Mittagskonzerten gefallen. Das werd’ ich sicher ein anderes Mal probieren. :slight_smile:

Leider hat uns der Tag in Amsterdam nicht wirklich gefallen. Im Moment kann ich die Leute, die von Amsterdam schwärmen nicht nachvollziehen.

Gefühlt besteht ein Großteil von Amsterdam aus dem Rotlichtviertel, dem man wohl – wenn man vom Bahnhof in die Stadt kommt – kaum entgehen kann. Ehrlich gesagt finde ich es schade, wenn eine Hauptstadt so stark von Rotlichtviertel und Coffeeshops geprägt ist. Wäre ich Bürgermeister, so würde ich versuchen die Stadt schön zu gestalten, freundlich und offen. Ich denke eine Hauptstadt sollte eine Stadt sein auf die man auch im positiven Sinn stolz sein kann. Man kann verschiedener Meinung sein, ob / wo es Rotlichtviertel / Coffeeshops geben soll / darf / kann. Aber ich denke, dass die meisten das nicht als etwas betrachten, auf was man im positiven Sinn stolz ist…

Wir haben Amsterdam als schmuddelig empfunden. Natürlich gibt es nette Grachten zu sehen, aber dazu muss man nicht nach Amsterdam. Ich habe ein halbes Jahr in Utrecht gelebt und finde das keinen Vergleich zu Amsterdam. Utrecht finde ich eine wirklich nette Stadt mit einer großteils schönen Atmosphäre – das habe ich in Amsterdam eher gegenteilig empfunden. :frowning:

Ich hatte in Amsterdam schon eine kurze Führung mitgemacht – die ging aber auch zu 80 % durch / am Rotlichtviertel vorbei. Ich dachte, dass wir dieses Mal mehr von der Stadt als solches sehen würden. Wir sind einer Führung von ca. 8 km gefolgt (hab’ den Link leider nicht parat) – die sollte entlang der Sehenswürdigkeiten der Stadt gehen. Das was wir dann gesehen haben, hat uns leider zum großen Teil nicht so gefallen.

Wenn jemand aber noch tolle Tipps für Amsterdam hat, bin ich gern bereit der Stadt nochmal eine Chance zu geben. Meine zwei Tandempartner meinten, de Keizersgracht und het Vondelpark wären vielleicht etwas für uns?


#5

@Peter
Mir geht es ähnlich wie Dir.
Als ich 1981 das erste Mal Amsterdam besuchte, fand ich es so schrecklich, dass wir sofort nach Haarlem umgezogen sind.
Im Innenstadtbereich wurden wir unaufhörlich von Drogendealern belästigt, bis hin zur körperlichen Gewalt (Schläge auf den Kopf u.ä.). Amsterdam hat mich fast 30 Jahre danach nicht mehr gesehen.
Inzwischen war ich in die Niederlande umgezogen und musste meinen deutschen Reisepass beim Konsulat in der Honthorststraat neu ausstellen lassen. Dazu musste man zweimal dorthin, einmal zur Beantragung und einmal zur Abholung. Also zwei neue Chancen für Amsterdam, wenn man doch sowieso gerade mal da ist …
Ich bin da sehr viel zu Fuß rumgelaufen und habe mich “treiben” lassen. Beim zweiten Besuch habe ich ein Tagesticket für die GVB (Straßenbahnen u.ä.) gekauft und bin einfach da ausgestiegen, wo es mir gefiel. Und ich muss sagen, so schlecht fand ich es gar nicht mal. Es gibt sehr “sfeervolle” Stadtteile.
Vielleicht sollte man sich nicht so sehr den professionellen Führungen anvertrauen, sondern wirklich auf eigene Faust durch die Stadt “zwerven”. Amsterdam muss man “lernen”.
Und trotzdem finde ich andere Städte schöner. :grin:


#6

Ach schade, Peter, dann hast du offensichtlich nur die typischen Touri-Ecken von Amsterdam zu sehen bekommen. Die Stadt hat so viel mehr zu bieten, aber ich glaube, dass man, um sie wirklich etwas besser kennenzulernen, einfach ein paar Tage dort verbringen sollte.

Es gibt zum Beispiel viele tolle Museen in Amsterdam, zum Beispiel das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum, het Stedelijk Museum, het Joods Historisch Museum, het Scheepvaart Museum, het Anne Frank Huis und het Rembrandthuis …

Spannende Tagesmärkte wie de Albert Cuypmarkt und het Waterlooplein

PS: Als Niederländerin fand ich Amsterdam lange Zeit auch nicht so toll – bis ich mal drei Monate dort gearbeitet habe. Da habe ich die Stadt erst richtig kennengelernt und die schönen Ecken entdeckt.

PPS: Wie @hadedeha kann ich dir nur empfehlen, die Innenstadt zu Fuß zu erkunden. Das geht nämlich prima.


#7

Ich bin auch der Meinung, dass das Rotlichtviertel auf keinen Fall als repräsentativ für Amsterdam gesehen werden kann, auch wenn das vielleicht den Touristen gerne so verkauft wird. Eigentlich sind es nur wenige Straßen in der Altstadt.

Die Altstadt von Amsterdam ist sowieso sehr stark von Touristen überlaufen, oft herrscht ein richtiges Gedränge. Ich persönlich interessiere mich viel mehr für die außerhalb der Altstadt gelegenen Stadtteile, wobei ich aber die Niederlande generell eher auf “untouristische” Art erkunde. Den bereits erwähnten Stadtteil IJburg, der erst seit den 90ern auf neu gewonnenem Land existiert, finde ich wegen seiner modernen Architektur interessant. Die Pythonbrücke ist schon ein außergewöhnlicher Blickfang. Dementsprechend war ich auch schon in Amsterdam-Zuid oder im ebenfalls noch recht neuen Science Park. Auch der Ostteil ist interessant, z. B. das Gebiet rund um den Dappermarkt, wobei das schon wieder relativ touristisch ist. Den Stadtteil Bijlmermeer mit der Arena und zahlreichen großen Wohnhochhäusern habe ich ebenso schon besucht wie das Gebiet um den Sloterplas und dem “Nieuw-West”-Zentrum. Mich interessiert als Geograph eben auch, wie die Menschen dort leben. So war ich auch im Tuindorp Buiksloot, ein fast dörflich anmutendes, ruhiges Wohnviertel im Norden.

Was ich noch nicht kenne, ist die Westergasfabriek, die wohl auf ähnliche Weise umgenutzt wurde, wie die NDSM-Werf. Auch das noch relativ altstadtnah gelegene Viertel rund um das Food Center kenne ich noch nicht. Den alten Dorfkern der Ortschaft Sloten in der Nähe des Bahnhofs Sloterdijk habe ich übrigens auch noch nicht gesehen. Es gibt also auch für mich dort noch einiges zu entdecken, was aber viele Touristen vermutlich eher weniger reizen würde.


#8

Ich empfehle einen Besuch beim Plattenladen Concerto. Musik, Kaffee und Kuchen, Konzerte, Einheimische - passt!


#9

Danke für die Tipps, Kunar :slight_smile:


#10

Hallo, jetzt möchte ich auch hier kurz meine Meinung abgeben :slight_smile:
Also ich bin immer wieder in Amsterdam und ich finde -auch wenn ich kein Kunde bin- auch das Rotlichtviertel in Amsterdam repräsentativ. Es gehört einfach zum Stadtbild dazu und zeigt einfach einen Teil der liberalen Politik in der Stadt. Das ist auch ein Grund warum es mich immer wieder dort hin zieht. Ich habe das subjektive Gefühl mich dort freier zu fühlen als in vielen anderen Städten. Ein Tag ist natürlich eine kurze Zeit um Amsterdam kennen zu lernen. Ich entdecke meine Reiseziele immer durch viel gehen. So komme ich abgesehen von den klassischen Sehenswürdigkeiten die du z.B. da findest: http://www.reisende365.de/tipps-amsterdam an veile Orte die du nicht in jedem Ratgeber findest. Hinter vielen Ecken versteckt sich oft persönliches Reiseerlebnis :wink:
Natürlich sind die klassischen Sehenswürdigkeiten überlaufen und voll von Touristen. Wenn du es also ein wenig individueller haben willst. Wander in die entgegengesetzte Richtung von den Touristenströmen.
Da meine Freundin gerade ihr Auslandssemester in Amsterdam macht bin ich sehr regelmäßig dort und kann nur sagen: Geniale Stadt, super Flair und schöne Architektur.
Liebe Grüße
Sascha


#11

Ich werfe noch einmal drei Optionen in den Raum. Ich habe sie alle selbst in den letzten zwei Jahren ausprobiert; die Ideen kamen daber z.T. von anderen Leuten, die auf Besuch waren.

Das Electric Ladyland, Museum für fluoriszierende Kunst
http://electric-lady-land.com/

Keine große Sache, aber mal etwas anderes. Die Sachen sind in einem Raum im Keller. Man sollte keine Angst vor engen Räumen oder Treppen haben! Dafür bekommt man tatsächlich auf engstem Raum jede Menge leuchtender Gegenstände, vor allem Mineralien, zu sehen.

Comicladen Beeldverhaal Amsterdam
http://beeldverhaalamsterdam.nl/

Obwohl ich seit meiner Kindheit Comics lese, bin ich kein klassischer Comicladenkunde. Hier gehe ich hingegen gerne hin. Comics benutze ich sehr gerne zum Lernen von Fremdsprachen! Ich habe hier sogar zwei Bücher mit Illustrationen über die niederländische Geschichte gefunden.

Sterk Avondverkoop
Dieser Laden befindet sich ganz in der Nähe des Comicladens. Ursprünglich bin ich auf ihn gestoßen, weil ich nach einer Bezugsquelle für Clubmate suchte. Das gibt es dort auch. Was den Besucher aber eher beeindrucken wird, sind die etwa 1600 Biersorten und damit das laut Aussage der Angestellten zweitgrößte Sortiment in den Niederlanden.

Gut, dass sich Pinkus Müller aus Münster nicht darunter befindet. Sonst hätte ich zugeben müssen, dass es etwas ganz Besonderes ist. :slight_smile: Das alkoholfreie Pinkus Müller fehlt mir allerdings!