Diskussionsforum Niederländisch für Deutsche – Deutsch für Niederländer

Kittys Kolumne


#1

Bitte nichts verbessern.

Hier in unserem kleinen Dörfchen passiert nichts. Gar nichts. Na ja, einmal pro Woche kommt die Müllabfuhr die Mülltonnen leeren. Die eine Woche kommt man die Restmülltonne abholen, die andere Woche die sogenannte Biotonne. Wir kennen auch noch eine spezielle Tonne für Papier. Für Batterien und Farbreste haben wir ´nen weiteren Behälter von der Gemeinde gekriegt und Glas gehört in den Glascontainer, ordentlich nach Farbe getrennt. Ihr bemerkt schon, dass wir fast den gesamten Müll trennen. So weit, so gut.

Was übrig bleibt ist PMD. In den Niederlanden ist es so organisiert, dass jede Gemeinde selbst bestimmen kann bzw. darf, wie man Plastik, Dosen und Trinkkartons entsorgen soll. In Drachten benutzt man zum Beispiel Plastiktüten, die man an einen Laternenpfahl hängt und die später durch die Müllabfuhr abgeholt werden. In IJmuiden soll man Plastikmüll selbst zu speziellen ´Plastic Heroes´- Containern bringen und in Nijkerk kennt man Plastikmülltonnen.

Und in unserem kleinen Dörfchen… sollen wir den Plastikmüll einfach in die Restmülltonne werfen. Man sagt, dass sie ihn später herausholen. Das kostet Geld und deshalb bezahlen wir hier pro Kilo, neben der Müllsteuer. Es lohnt sich sogar unseren Plastikmüll nach IJmuiden zu bringen. Nein, in unserem kleinen Dörfchen passiert kaum etwas…


Kitty's Übungsecke
#2

Ja, schwer was los bei euch! :smile: Ich wüsste jetzt auch nicht, was ich an deinem Text verbessern sollte.


#3

Dat betekent: Het leren van een nieuwe taal op het volgende niveau genomen! :slight_smile:


#4

Super Kitty!!! Mir ist auch nichts aufgefallen - danke für Deine Schilderung, die ich mit Interesse gelesen habe. Bei uns wird es eine neue Regelung geben. Ich bin schon gespannt.
Wie hältst Du es in dem kleinen Dörfchen aus?
Groetjes


#5

Bitte nichts verbessern.

Die Provinz Friesland kennt man bestimmt durch ihre Seen, ihre saftigen Weiden und die schönen Aussichten. Ruhe pur, sozusagen. Die andere Seite unserer Provinz kennt man bestimmt nicht. Lass mich euch etwas erklären…

Seit 1999 war die Provinz mit dem Bau der N381 beschäftigt. Das ist die Landstraße zwischen Drachten und Emmen - eine Strecke von gut 66 Kilometern. Man kann ruhig sagen, dass es ein Megaprojekt gewesen ist, aber nach 18 Jahren hat es geklappt und das Projekt ist fertig geworden. Das sind schöne Nachrichten, nicht wahr? Die neue Straße ist zwischen Drachten und Donkerbroek vierspurig ausgestattet, und weiter wird sie zweispurig. So kann man endlich schnell und bequem von Leeuwarden nach Deutschland fahren - und wenn man nicht schneller als 100 Stundenkilometer fährt, sogar ohne Knöllchen.

Normalerweise würde die Provinz alle Straßenbaumaschinen nach 18 Jahren in Ruhe lassen. Normalerweise… Die Strecke zwischen Drachten und der Provinzgrenze hat schon 31 Millionen Euro gekostet, aber plötzlich hatten sich verschiedene Ämter Frieslands ausgedacht, dass man die ganze friesische Strecke vierspurig machen könnte. Kosten: ungefähr 25 Millionen Euro. Och, das ist nur eine Kleinigkeit, nicht wahr? Diese Verdoppelung der Spuren bedeutet aber, dass alle Brücken, Viadukte sowie alle neuen Ein- und Ausfahrten wieder umgebaut werden müssen.

2018 hat man mit dem neuen Bau der Landstraße angefangen. Nach Angaben der Provinz soll das Projekt 2020 fertig sein. Na, es ist immer schön, positiv zu denken…


Viadukt ´Drie Tolhekken´.


#6

Schöne Grüße aus Schilda! :rofl:
Kennst Du die Schildbürger?


Haben die auch eine Filiale in Friesland?:grinning:


#7

Nein, bis heute :joy: Wieder etwas gelernt!

Hier in Friesland kennen wir nur einen fiktiven Ort: Bokwerd. Vielleicht hat Bokwerd eine Städtepartnerschaft mit Schilda!


#8

Hie heb je een link met de verhalen van ‘den Schildbürgern’
http://www.labbe.de/lesekorb/index.asp?themakatid=16&themaid=98&titelid=830


#9

Wenn ich fragen darf - warum schreibst Du “Bitte nichts verbessern”? Eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen.
Perfekt! Kitty, ich bin “schwer beeindruckt”! Hut ab!


#10

Vóór ik het hier plaats neem ik mijn teksten door met mijn tandempartner, via Skype. Bij de foutjes die ik nog maak kan ik direct overleggen en het ´in real time´ aanpassen. Natuurlijk kan een tekst altijd anders of beter geschreven worden, maar het gaat mij om het plezier van het schrijven zelf - vandaar nu als collumn.


#11

Bitte nichts verbessern

´Het Ruiterskwartier´, eine Straße von 600 - 700 Metern Länge, gilt als das Aushängeschild der Innenstadt Leeuwardens. In der Kneipe an der Ecke kann man gemütlich etwas Alkoholisches trinken, es gibt ein Theater und eine Konzertbühne, einen Kegelverein, ein griechisches Restaurant, ein Musikcafé, einen Imbiss, eine Cocktailbar und man könnte ins Kino gehen. Ich betone: könnte…

Die Gemeinde Leeuwarden wollte dort unbedingt ein Pathé-Kino bauen lassen, neben vier anderen bestehenden Filmbühnen. Pathé wollte das natürlich auch. Und… das hat auch geklappt. Zumindest, wenn man eigene Stühle und einen Beamer mitbringt. Da kann man dann gemütlich, mit den Füßen im Sand, eigene Filme anschauen. Umsonst. Das Kino ist nämlich noch eine Art Sandkasten. Der Grund dafür ist Geld, oder besser gesagt: Geldmangel.

Die Pläne von 2016 zeigen ein modernes Gebäude mit knallroten, runden und wellenförmigen Linien aus Ziegelsteinen. Und darunter sind viele große Fenster vorgesehen. Nicht weniger als sieben Säle sollen alles komplett machen. Mit etwas Fantasie könnt ihr einen Fliegenpilz erkennen, obwohl der Architekt das so nie gemeint hat. Das Bauen eines Kinos kostet Geld und normalerweise sollte man so etwas sehr genau ausrechnen. In diesem Fall war das ziemlich schwierig, denn nach dem Bau der vier Kellerwände war schon Ebbe in der Kasse.

Das Projekt wurde stillgelegt. Niemand weiß wie es weiter geht. Also, heute kann man noch immer täglich vier graue Kellerwände in einem riesigen Sandkasten genießen. Mit etwas Glück wachsen da sogar Fliegenpilze.

https://www.suksawat.nl/voorlopig-geen-pathe-leeuwarden_01/