Interkulturelle Missverständnisse: der große Fettnäpfchen-Thread


#1

Inspiriert von @Michelle’s Thema Valse vrienden - Alles kla(a)r?](Valse vrienden - Alles kla(a)r? Eine Sammlung) möchte ich hier gerne einen Fettnäpfchen-Thema starten.

In Deutschland und den Niederlanden sind viele Dinge gleich, aber eben doch nicht alle (sonst würde ich auch nicht schon seit 2009 über die kleinen aber feinen Unterschiede bloggen ;))

Also, in welches Fettnäpfchen hast du dich gesetzt, als Deutsche® in den Niederlanden oder als Niederländer(in) in Deutschland?

Ich bin sehr gespannt …


#2

Da ich einen solchen Thread natürlich nicht starten kann, ohne selbst mit guten Beispiel voranzugehen, folgt hier eines meiner ersten Fettnäpfchen:

Als ich nach meinem Umzug nach Deutschland Geburtstag hatte, hatte ich für die Kollegen auf der ARbeit Kuchen :cake: mitgebracht. Dabei machte ich gleich zwei faux pas:

  • ich hatte den Kuchen gekauft, statt ihn selber zu backen und
  • ich hatte für jeden nur ein Stück dabei

Meine Kollegen haben mich dann recht schnell über die deutschen Angewohnheiten aufgeklärt :slight_smile:


Hoeveel taart? / Wie viel Kuchen?
#3

Als ein Arbeitskollege von mir verstorben war, sagte die Witwe, wir sollten uns bei der Beerdigung nicht extra in Trauerkleidung stecken, sondern in normaler Alltagskleidung erscheinen. Das tat ich, aber ich war der Einzige in Pulli inmitten der schwarzen und grauen Anzüge.


#4

Das war bestimmt unangenehm, Emigrant.

Mir als Niederländerin fällt auf, dass in Deutschland auf Beerdigungen in der Tat immer noch viel schwarz und dunkelgrau getragen wird. Mehr als in NL jedenfalls.


#5

Naja, ich backe meinen Kuchen für die Kollegen auch nicht immer selbst. Und für häusliche Feiern wird auch gerne mal Kuchen gekauft statt gebacken, muss allerdings etwas Gutes sein. Abgepackter Kuchen aus dem Supermarkt ist ein No-Go. Allenfalls tiefegefrorener Kuchen von guter Qualität geht da noch.


#6

Das wird aber auch weniger mit den schwarzen und grauen Anzügen. Quietschbunt geht aber niemand zur Beerdigung.


#7

Quietschbunt muss es auch nicht sein, Saylana. Aber zwischen zuurstokkleurtjes und stemmig zwart gibt es noch eine große Spannbreite.


#8

Genau: keine Knallfarben, aber beige und jeansblau gehen durchaus.


#9

Es ist schon einige Jahre her, da hat sich mal ein Niederländer darüber aufgeregt, dass ich als Deutscher am Heck vom Boot einen Niederländischen Heimathafen führe.
Ich habe ihn dann nur gefragt: "woont u in de Lauriergracht 37?"
Laut schimpfend ist dieser Blödmann dann abgezogen - er wußte wohl wo die Glocken hängen …
Droogstoppel’s gibt es überall!

Groetjes
Klaus


#10

Je zet me wel aan het denken, Klaus…Lauriergracht 37…staat dat in verbinding met Max Havelaar van Multatuli? Dat is toch een adres dat niet bestaat? Of gaat het om iets anders? Geef je nog een tip? :blush:


#11

Die Adresse gibt es. Unten am Haus befindet sich zur Erinnerung an Eduard Douwes Dekker eine Steintafel Last & Co., Makelaars in Koffij. Allerdings hat es die Firma nie gegeben.
Wenn ich also jemand frage: “woont u in de Lauriergracht 37” soll das ein Vergleich mit seinem anmaßenden und selbstherrlichen (fiktiven) Bewohner Batavus Droogstoppel sein. Ich hatte zu dem Zeitpunkt gerade Max Havelaar gelesen


#12

Alles klar, mit dieser Erläuterung verstehe ich (als Nicht-Seglerin und auch nicht unbedingt Multatuli-Kennerin) auch :wink:


#13

In ein ziemlich heftiges Fettnäpfchen bin ich einmal vor einigen Jahren in Utrecht getreten oder besser gesagt, gefahren. Ich war mit meinem Auto so unglücklich abgebogen, dass ich auf einmal auf dem Fahrradweg fuhr. Zum Glück fuhr da gerade niemand und ich konnte bei der nächsten Kreuzung wieder auf die Straße wechseln.


#14

Zum Glück sind die Radwege in den Niederlanden oft so breit, dass zur Not auch ein Auto draufpasst :wink:


#15

Ja, ein Mittelklassewagen passt gerade so (in einen tiefergelegten Radweg) hinein. grins Seitdem versuche ich, Fahrten in die Utrechter Innenstadt zu vermeiden, die Verkehrsführung finde ich dort ziemlich abenteuerlich. Ansonsten empfinde ich das “Land der Radfahrer” als überwiegend sehr autofreundlich.


#16

Ich habe während eine Party in aller ernst erklärt das unseres Haus gerade gestrichen worden ist und das die Stricher morgen nochmals vorbeikommen müssen :slight_smile: Oepsie…


#17

Oei, dat is inderdaad een fout die je maar één keer maakt :wink:

Hartelijk welkom hier in het forum, @Vleermuis. Leuk dat je meedoet. Als je wilt kun je in de https://forum.buurtaal.de/c/vorstellungsrunde] even zeggen wie je bent en hoe je ons forum gevonden hebt.


#18

Wat overigens ook leuk is … ik ben 60er bouwjaar en Duitse leeftijdsgenoten spereken niet unbedingt goed Engels…

Ik kreeg de vraag “hoe heet een schoonmaakster in het Engels”

Ik “een sucking lady”

Iet onverwacht stuurde hij aan het >hele internationale team< dat er een sucking lady in het Data Center gesignaleerd was… Onvergetelijk!


#19

Oh help … Is dat echt gebeurd?

Wie heeft die arme man verteld dat dat toch echt iets anders is?


#20

Zodra de collegas weer zuurstof hadden hebben ze het uitgelegt… Ik wordt als Nederlander ook regelmatig in het ootje genomen (autorijden, kamperen, kaas, drugs, frau Antje und und und).

Overigens het pijnlijkste wat mij gebeurt is dat iemand me in een management meeting voorlegde dat ik een “milchmädchenrechnung” gemaakt had. Heel origineel, die hoor je niet vaak :slight_smile: